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Gut und günstig: Gamer PCs für 500 – 600 EUR

Gamer PCs haftet der Ruf des überteuerten Luxusspielzeuges an. Dieser war vor einigen Jahren sicherlich gerechtfertigt, lange war ein Spieletauglicher PC kaum für weniger als 1000 Euro zu haben. Inzwischen sind allerdings die Preise für viele Komponenten stark gefallen und damit auch Gamer PCs preiswerter geworden.

Allerdings bedeutet ein geringer Preis eben auch „keine Höchstleistungen“. Höchste Ansprüche an Zukunftssicherheit und maximale Bildraten lassen sich mit einem geringen Budget nur schwer zusammen bringen. Extrem schwer wird es dann, wenn nicht noch ein bereits erworbenes Betriebssystem vorhanden ist. Wir konzentrieren uns in diesem Ratgeber auf PC-Systeme ohne beiliegendes Betriebssystem, im Zweifel sollte also der Preis eines Windows 7 oder Windows 8 hinzugerechnet werden. Windows XP von einem alten PC übernehmen ist zwar generell auch eine Möglichkeit, allerdings laufen inzwischen nicht mehr alle Spiele unter XP. Ein Hinderungsgrund kann beispielsweise das für XP nicht erhältliche DirectX11 sein. Moderne Komponenten wie aktuelle Grafikkarten oder SSDs werden von XP deutlich schlechter unterstützt als beispielsweise mit Windows 7.

Knifflig wird es mit einem Budget von 500 bis 600 Euro auch beim Kauf eines Komplettrechners. Geräte von der Stange sind in diesem Preisbereich nur selten auf Gamer ausgerichtet. Einige Build-to-Order Shops wie beispielsweise www.greycomputer.de oder www.one.de bieten allerdings die Möglichkeit, ein spärlich bestücktes Grundsystem mit zusätzlichen Komponenten zu erweitern. Deutlich flexibler ist es allerdings, einen PC aus Einzelteilen zusammenzustellen und dann selbst zu schrauben – mehr Leistung pro Euro bietet der Eigenbau-PC sowieso.

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Komplettsysteme – Gamer PC Angebote

Bei den Komplettsystemen ist es schwer ein brauchbares Gaming-System für weniger als 550 Euro zu finden. Unseren Anforderungen gerecht werden nur wenige Systeme und davon keines in der Grundausstattung wie der Hersteller sie zumeist auf der Webseite bewirbt. Ein wenig Konfigurations-Klicken wird dann aber durch deutlich schnellere und hübschere Grafik in Spielen belohnt.

So findet sich beim Anbieter www.greycomputer.de unter dem Punkt „Konfigurator“ ein Gaming-Topseller mit der Bezeichnung AMD FX6100 7750 500GB 4GB. Leicht zu erkennen: Dabei handelt es sich bereits um die wichtigsten verbauten Komponenten. Spürbar mehr Gaming-Power bekommt der Rechner, indem die vorgeschlagene AMD Radeon HD 7750 durch eine AMD Radeon HD 7770 getauscht wird. Der Aufpreis liegt bei überschaubaren 45 Euro. Weitere 28,99 Euro sind für geräuschempfindliche Gamer gut angelegt – für diesen Preis tauscht der Anbieter den AMD-Lüfter gegen einen deutlich effektiveren und leiseren Xigmatec Gaia. Derart ausgestattet kommt der Rechner auf einen Endpreis von 598,94 Euro (allerdings zuzüglich der Versandkosten in Höhe von 9,80 Euro). Dank AMDs Sechskernprozessor FX6100 (Taktfrequenz: 3,3 Gigahertz) fehlt es dem System nicht an Prozessorleistung – eine Intel-CPU würde zwar mehr Leistung aber auch einen deutlich höheren Preis bedeuten). Die AMD Radeon HD 7770 ist zwar nicht die schnellste Karte im Portfolio des Herstellers, bringt bei einem überschaubaren Preis aber ausreichend Leistung für die meisten aktuellen Spiele (auch in FullHD) auf den Bildschirm. Im Zweifel sollten aber Details reduziert werden.

Selbstbau: Gamer PC für 500 Euro

Finger gelockert, Schraubendreher zurechtgelegt, Telefon und Klingel abgestellt: Es kann losgehen, der neue PC kann zusammengebaut werden. Der Bau eines Computers aus einzelnen Komponenten ist keine Kunst und selbst von Einsteigern mit etwas Umsicht problemlos zu bewerkstelligen. Als etwas kniffliger hingegen erweist sich oft die Wahl der richtigen Einzelteile. So soll der Preis aber auch die Leistung stimmen und genau die richtigen Teile aus der Flut der unterschiedlichen Modelle gewählt werden. Zudem ist es durchaus eine sportliche Angelegenheit, einen Gamer PC für 500 Euro zu konfigurieren ohne dem Rechner einen störenden Schwachpunkt hinzuzufügen. Wir gehen im weiteren Verlauf allerdings davon aus, dass Maus, Keyboard, Monitor und Betriebssystem bereits vorhanden sind – ansonsten sind die entsprechenden Preise zu addieren. Unsere Beispielzusammenstellung ist auf Basis der Preisliste des Anbieters Alternate.de (Zeitpunkt: 21.08.2012) entstanden. Da Preise mit der Zeit sowohl steigen als auch fallen können, handelt es sich bei der Preisangabe nicht um eine verbindliche Angabe durch diese Webseite sondern nur um eine Momentaufnahme.

ProzessorAMD Phenom II X4 96592,90 Euro Alternate
MainboardBiostar A880GZ53,90 EuroAlternate
ArbeitsspeicherG.Skill 4 GB DDR3-1333 Kit17,99 EuroAlternate
GrafikkarteXFX Radeon HD 7850 Core179,90 EuroAlternate
FestplatteToshiba DT01ACA050 500 GB58,90 EuroAlternate
LaufwerkLiteOn iHAS122 DVD-RW17,79 EuroAlternate
NetzteilThermaltake Litepower 450 Watt 34,99 EuroAlternate
CPU-KühlerArctic Freezer 7 Pro Rev.218,99 EuroAlternate
GehäuseMS-Tech CA-018025,99 EuroAlternate
Gesamtsumme501,35 Euro

Zwar setzt dieser Rechner auf einen etwas angegrauten AMD Phenom II X4, allerdings bietet dieser genug Leistung für Games – für einen Gamer PC 2012 ist die Grafikkarte die wichtigere Komponente. Und hier trumpft AMDs Radeon HD 7850 mächtig auf. Die Leistung reicht auch bei fordernden Titeln für 1920 x 1080 Pixel, der Stromverbrauch bleibt hingegen auf vergleichsweise niedrigem Niveau. Für die Energie ist ein Netzteil von Thermaltake mit 450 Watt vorgesehen und vollkommen ausreichend. Besondere Ansprüche an Lautheit und Verarbeitung erfüllen das Gehäuse von MS-Tech zwar nicht, da Cases aber immer sehr subjektiv wahrgenommen werden, sollte beim Kauf eventuell eher nach eigenen Vorlieben geschaut werden. Für gerade einmal 501 Euro (zuzüglich Versandkosten) bietet unsere Zusammenstellung viel Gaming-Power für schmales Geld.

Selbstbau: Gamer PC für 600 Euro

Bei einem Budget von maximal 600 Euro gibt es mehrere Möglichkeiten beim Kauf. Eine Option wäre die bereits beim 500-Euro-PC genannte Zusammenstellung um leisere Komponenten zu erweitern. Eine ruhigere Grafikkarte mit der gleichen Leistung, ein besseres Gehäuse und Netzteil – und schon ist das Budget schnell ausgereizt. Wenn die Lautstärke nicht stört, lässt sich das zusätzliche Budget aber auch in mehr Leistung investieren:

ProzessorAMD FX6200134,90 EuroAlternate
MainboardASRock 970 Pro371,90 EuroAlternate
ArbeitsspeicherG.Skill 4 GB DDR3-1600 Kit22,99 EuroAlternate
GrafikkarteXFX Radeon HD 7870 Core244,90 EuroAlternate
FestplatteToshiba DT01ACA050 500GB58,90 EuroAlternate
LaufwerkSamsung SH-222BB/BEBE17,99 EuroAlternate
NetzteilThermaltake Litepower 450 Watt34,99 EuroAlternate
CPU-KühlerThermalright True Spirit 9019,90 EuroAlternate
GehäuseCooltek X124,90 EuroAlternate
Gesamtsumme: 631,46 Euro

Bei diesem PC sind etwas bessere Frameraten zu erwarten – die Radeon HD 7870 macht einiges an Dampf und wird von den sechs Rechenkernen der AMD-CPU flott gefüttert. Einige andere Komponenten entsprechen zwar dem preiswerteren System, was sich aber bei preiswerten Rechnern nur schwer vermeiden lässt. Vorteil für die Zukunftssicherheit: Das Mainboard beherrscht USB 3.0 und bietet auch ansonsten alle wichtigen Anschlüsse. Zudem ist es kompatibel zu den kommenden AMD-Prozessoren mit Piledriver-Architektur. Ein wenig schummeln mussten wir allerdings beim Preis, wer bereits gute Kopfhörer sein Eigen nennt, kann aber gerne die 19,99 Euro für den CPU-Lüfter abziehen und stattdessen den recht lauten Boxed-Lüfter von AMD nutzen.

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