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So findet Ihr das richtige Gamer PC Gehäuse

PC-Hauskauf: Das richtige Gehäuse für den Gamer PC

Dem PC-Gehäuse wird allgemein nur ein rein optischer Nutzen zugeschrieben – zu Unrecht, wie sich oft nach dem Kauf und dem Einbau der restlichen Komponenten herausstellt. Das Gehäuse ist maßgeblich für die Lautstärke des kompletten Rechners verantwortlich. Auch eine gute Belüftung ist nur mit sinnvoll aufgebauten Gehäusen möglich, ein nicht zu unterschätzender Faktor wenn es im Hochsommer um die Stabilität des Rechenknechtes geht. Zu guter Letzt bieten gute Gehäuse einen gewissen Komfort beim Zusammenbau des Computers, reduzieren die Verletzungsgefahr durch entgratete Kanten und bieten Mehrwert durch unzählige Frontanschlüsse. Vor allem auf das Vorhandensein von USB 3.0 sollte dabei geachtet werden – kaum etwas ist ärgerlicher, als zum Stecken des Datensticks immer hinter den Rechner krabbeln zu müssen. Zahlreiche PC-Tower bieten aber nur USB 2.0 in der Front, was den Datenaustausch zum Geduldsspiel macht und Besitzer flotter USB-3.0-Hardware ärgern dürfte.

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Midi- und Bigtower

Generell unterscheiden sich die verschiedenen Gehäuseformen in der Größe voneinander. Selbst in kleine Cubes lassen sich Gamer PCs einbauen, auch wenn der Zusammenbau in vielen Fällen eine recht sportliche Angelegenheit wird – wer gerne Modellflugzeuge aus hunderten fummeliger Teile zusammenbastelt, wird mit den schmalen Gehäusen aber wohl seine Freude haben können. Den größten Anteil auf dem Markt haben hingegen Midi-Tower wie das Fractal Design Arc. Dieser Midi-Tower bietet nicht nur eine gute Verarbeitung sondern auch sehr viel Platz und ein intelligentes Kabelmanagement. In der Front lassen sich zudem USB-Sticks nach den Standards 2.0 und 3.0 anschließen. Zusammen mit der vorbildlichen Entgratung und vielen angenehmen Extras beim Rechner-Bau handelt es sich dabei um einen der besten Midi-Tower in der Preisklasse bis 100 Euro. Midi-Tower sind etwas niedriger ausgeführt als die vor einigen Jahren populären Big-Tower, bieten aber ausreichend Platz für so gut wie jede Hardware. Big-Tower hingegen bieten verschwenderisch viel Platz – für Dual-Sockel-Boards, SLI- und Crossfire-Grafiksets, unzählige Festplatten und optische Laufwerke. Und zum gemütlichen herumschrauben, weshalb notorische PC-Bastler Big-Tower bevorzugen. Da ein großes Volumen auch viel Platz für kühlende Luft bedeutet, lassen sich die großen Towerrechner oft besser kühlen als kleine Modelle. Preislich setzen sich BigTower, vor allem solche mit guter Verarbeitung, allerdings weit von den MidiTowern ab. Das empfehlenswerte Cooler Master HAF X kostet beispielsweise 139 Euro, bietet dafür aber sogar Platz für die großen E-ATX-Mainboards und eine ganze Batterie an Festplatten und Grafikkarten.

Desktop-Gehäuse

In den Anfangszeiten des PC-Gamings, so um den Zeitpunkt des ersten Wing Commander und den mit der einst atemberaubenden Grafik kämpfenden 386er-PCs herum, waren Desktop-Gehäuse sehr beliebt. Kein Wunder, boten diese Gehäuse doch die ideale Abstellfläche für Monitor und Notizzettel. Heutzutage bieten Desktop-Gehäuse allerdings fast mehr Nach- als Vorteile: Ist das Gehäuse ansprechend designt und damit eher flach als ausladend, lassen sich keine normal hohen Grafikkarten einbauen sondern nur vergleichsweise langsame Karten mit halber Bauhöhe. Auch der Bau eines solchen Rechners ist eher knifflig aufgrund der beengten Platzverhältnisse. Hohe und ausladend gestaltete Desktop-Systeme jedoch sind nur selten optisch ansprechend und eignen sich aufgrund der Höhe auch nur selten als Monitorständer. Soll der Wohnzimmer-PC aber eine zumindest ansatzweise nach HiFi-Anlage anmutende Gestaltung aufweisen, bietet sich ein Gehäuse wie das MS-Tech MC-380 an. Dieses ist mit 63 Euro preislich vertretbar und wird mit Fernbedienung für die Mediencenter-Funktionen ausgeliefert.

HTPC

Eine Unterart der Desktop-Gehäuse sind HTPC-Cases. Home Theatre PCs, HTPCs, sind Wohnzimmer-Computer für den Betrieb am LCD-TV und der Stereoanlage. Entsprechend sollen diese Gehäuse in den meisten Fällen eher weniger auffallen aber dennoch eine leise Kühlung der Komponenten gewährleisten. Gehäuse in Form von HiFi-Komponenten gibt es zahlreiche auf dem Markt, allerdings lassen sich auch hier keine schnellen Grafikkarten nutzen und auch Prozessoren mit zu hohem Energiebedarf verbieten sich. Ein Beispiel wäre das bereits mit einem Netzteil ausgelieferte SilverStone Petit PT06-120 für 129 Euro. Fürs Gaming sind auch bei HTPCs eher voluminösere Gehäuse geeignet, diese kaschieren ihre Pummeligkeit dann oft mit einem zusätzlichen Display, so dass der Rechner sich auch ohne angeschlossenen Fernseher bedienen lässt. Preislich rangieren diese Gehäuse aber in der Oberklasse, wie man am Thermaltake DH202 für 359 Euro sehen kann.

Tugenden guter Gamer Gehäuse

Die überwiegende Mehrheit der einzeln verkauften PC-Gehäuse wird mittlerweile per Internet verkauft. Dabei finden sich viele sehr gute aber auch eine Unzahl qualitativ eher minderwertiger Cases zu unterschiedlichsten Preisen. Einen Nachteil hat der flotte Klick-Kauf im Internet bei der Wahl einer passenden PC-Hülle: Das Gehäuse lässt sich vor dem Kauf nicht begutachten und auf scharfe Kanten kontrollieren. Das Aussehen fällt in Wirklichkeit oft ganz anders aus als auf den Werbefotos im Internetshop – und selbst die Käufer-Kommentare sind oft nur bedingt hilfreich. Unpraktisch: Teilweise erscheinen mehrere Revisionen eines Gehäuses unter dem gleichen Namen – aber mit teils schlechterer Verarbeitungsqualität. Tipps beim Gehäusekauf sind daher immer Momentaufnahmen und ersetzen nicht den eigenen Blick auf das Case. Zumal die Geschmäcker extrem unterschiedlich sind, ansonsten würden sich nicht schlichte schwarze Monolithen und quietschbunte Japano-Gehäuse gleichermaßen gut verkaufen.

Für einen modernen PC sind USB-Ports an der Front elementar. Ok, USB bietet so gut wie jeder Tower, es sollte allerdings gleich USB 3.0 sein, damit auch schnelle Peripherie nicht ausgebremst wird. Zumal so gut wie jedes aktuelle Board über USB 3.0 verfügt und auch Pfostenstecker für Gehäuse-Ports mitbringt. Auch Klinkenstecker für Headsets gehören zu den Basics eines brauchbaren Gehäuses.

Schraubenlos und leise

Praktisch hingegen sind schraubenlose Montagemöglichkeiten. Sowohl Laufwerke als auch das Mainboard lassen sich bei zahlreichen Gehäusen per Klipp befestigen, was eine der primären Todesursachen von Mainboards eliminiert: Abrutschen mit dem Schraubendreher. Teurere Modelle bieten auch SATA-Anschlussleisten im Bereich der Laufwerke, so dass Festplatten dank SATA-Hotplugging auch bei eingeschaltetem PC gewechselt werden können und auch ansonsten kein hektisches Kabelstecken beim Tausch stattfinden muss.

Für den stabilen Betrieb eines übertakteten Rechners (oder einfach nur eines Highend-PC mit entsprechend warmen Komponenten) ist eine gute Lüftung des Innenraumes vonnöten. Sinnvoll ist es daher, wenn das Gehäuse die Möglichkeit bietet, die Netzteil- und Laufwerkskabel hinter dem Mainboardschlitten durchzuleiten. So fliegen keine hässlichen Kabel im Innenraum herum, was dem Luftstrom zugutekommt. Ein solcher muss aber erst einmal aufgebaut werden – Lüfter in der Front und an der Rückseite gehören schon fast zum guten Ton, einige Gehäuse bieten auch große Lüfter im Decker oder im Boden. Bodenlüfter sollten aber immer mit einem Staubschutz montiert werden, gleiches gilt für den Netzteillüfter, wenn das Netzteil unten im Case montiert wird. Die mitgelieferten Lüfter sind allerdings nur selten wirklich leise und sollten daher entweder per Lüftersteuerung oder über das Mainboard geregelt werden. Auch zu dünne Außenwände sorgen für einen hohen Lärmpegel – Festplatten übertragen ihre Schwingungen an die Gehäusewand, Lüfter ebenfalls. Im Zweifel helfen hier Entkoppel-Rahmen und Vibe-Fixer beziehungsweise Plastikschrauben, um die Vibrationen nicht an das Case weiterzugeben. Diese lassen sich aber für jedes Gehäuse nachkaufen.

ATX-Standards

Freunde kleiner Gehäuse sollten zudem auf die unterstützten Board-Größen achten. Die 305 mm x 244 mm großen ATX-Boards sind der Standard der meisten Platinen, E-ATX erfordert sehr große Server-Gehäuse, das bei preiswerten Platinen beliebte Mini-ATX ist mit 284 mm x 208 mm Boardgröße schon deutlich kleiner und Micro-ATX nimmt noch weniger Platz weg. Besonders schmale Cubes oder HTPCs nutzen Mini-ITX, hier passen nur Boards mit maximal 170 mm x 170 mm Kantenlänge. Ob die Boards anschließend „wie gewohnt“ oder wie beim nie wirklich erfolgreichen BTX-Standard kopfüber montiert werden ist inzwischen egal.

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